Die Woche als Revue #1

Ich lasse sonntags gerne die Woche Revue passieren. Warum ? Um das Leben bewusst wahrzunehmen, dazu gehören alle positiven und negativen Momente.

Diese Woche gab es doch fast nur positive Momente. Denn ich habe Urlaub, die Woche fing super an, wurde dann etwas entspannter, bis es dann am Wochenende wieder richtig spannend wurde.

Das Wochenende begann mit einem Babyshooting bei meiner Freundin. Leider, lief es ein wenig schief. Baby wachte früher auf als geplant, dann kam spontaner Besuch und als wir endlich Zeit hatten, wollte die Lütte einfach nur noch schlafen. Es blieben mit Müh und Not 20 Minuten, bei denen ich gerade so 27 gut brauchbare Bilder erbeuten konnte. Meine Freundin ist zufrieden, wir versuchen es bald nochmal. Solche Momente sind frustrierend und Glück bringend zugleich. Ich habe diese Momente mit meinem 50mm Objektiv festgehalten, da ich da mit der Blende doch etwas mehr Spielraum habe, dies funktionierte dann doch recht gut.

(Aus Gründen der Privatsphäre stelle ich keine Bilder vom Babyshooting online.) 

Samstag Nachmittag ging es dann ans Bilder bearbeiten, welches dann doch eigentlich nur ein zurechtschneiden war. Uuuund ich habe diesen Blog erstellt, ich bin noch mit dem Schritt zufrieden und hoffe das dies auch so bleibt. Nebenbei wurde der heutige Tag geplant.

Heute morgen ging es dann etwas früher hoch und ab nach Schwerin. Was da? Ich habe mich mit meinen Lübeckern Fotofreunden getroffen, wir wollten einen auf „Lost Place“ machen, die meisten Lost Place sind gut besucht, weil diese zwar verlassen sind, aber nie vergessen wurden. Also wurde das sog. „Ghosthotel“ besucht und danach eine alte Papierfabrik, da wurde leider der Streifzug abgebrochen, man wollte uns dort nicht.
Wobei ich finde, dass wir als Fotografen doch die harmlosen Besucher sind, auf dem Dachboden war ein Graffiti-Künstler, der „schadet“ dem Gebäude doch mehr. nachdenklich

Nun ja, anbei zeige ich euch ein paar Fotos, welche heute entstanden sind, vorbildlich wie ich bin, habe ich schon alle gesichtet, aussortiert und die Besten korrigiert. Alle Bilder habe ich mit der Canon EOS 6D und dem Canon EF 17-40mm f/4 L USM gemacht, daher verzichte ich auf diese Angaben unter dem Bild.

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„Liebe zum Detail“ (ISO 100, 17mm, f/4, 1/60s)
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„Etage für Etage“ (ISO 100, 20mm, f/10, 1/3s)
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„Der Weg ins Glück“ (ISO 100, 17mm, f/10, 3.30s)
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„einmal bitte nach oben schauen“ (ISO 3200, 17mm, f/4, 1/50s)
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„Türstutze“ (ISO3200, 37mm, f/4, 1/100s)
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„Terrassenstuhl“ (ISO3200, 31mm, f/4, 1/500s)

Das war ein Teil meiner Ausbeute vom verfallenen Traumhaus, von manchen Bilder ist man im nach hinein enttäuscht, manche hätte man doch lieber noch ein zweites Mal aufnehmen sollen. Zeit habe ich mir für jedes Bild gelassen, vorher genau bedacht, was ich da fotografieren will. Im Kopf spielt sich eine eigene kleine Geschichte ab. Und immer die Frage: „Wie es wohl früher aussah?“

Die Frage wie es wohl früher aussah, stellte ich mir dann auch beim nachfolgendem Objekt. Eine alte Papierfabrik. Nicht nur wie es aussah, sondern auch wie die Menschen darin arbeiteten, wie die Maschinen funktionieren und so weiter… das alles stellte ich mir immer wieder. Warum musste die Fabrik schließen? Und warum nimmt man nicht einfach 20€ pro Person, lässt nen Wisch unterschreiben, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und lässt die Leute einfach darin fotografieren. Potential hat diesen Gebäude/Gelände en masse. Stattdessen wird man unfreundlich und total lächerlich weggescheucht.

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„Bürogebäude“ (ISO 100, 17mm, f/4, 1/30s)
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„Der stille Beobachter“ (ISO100, 21mm, f/9, 20s)
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„ungewolltes Lightpainting“ (ISO100, 17mm, f/8, 30s)
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„Loch oder Spiegelung“ (ISO5000, 17mm, f/4, 1/15s)
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„Skullgraffiti“ (ISO 100, 34mm, f/4, 1/40s)

So, was ein langer Post. Danke fürs Lesen und ich hoffe ich konnte ein bisschen Inspiration vermitteln.

Liebste Grüße
Fräulein Viky

3 Gedanken zu „Die Woche als Revue #1“

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