So ich bin zurück, zurück aus der Schweiz.
Habe ich es euch überhaupt erzählt, dass ich gefragt wurde, einen Trip über Ostern zu machen?
Das Ziel war klar, die Schweiz!
Eher gesagt die Ziele, denn der Eibsee und noch so einige andere Zwischenstopps standen auch fest, auf dem Programm.
Einige waren besser als erwartet und andere enttäuschten mich ein wenig, dies war aber entweder der Jahreszeit oder den Bedingungen geschuldet.

So ist es eben in der Landschaftsfotografie.
Wir hatten eben mal mehr und mal weniger Glück.

Ich muss schon zugeben, dass es ein wenig ungewohnt war, dass ich nicht alleine unterwegs war, so wie sonst.
Ebenso, waren es dieses Mal auch keine engen Freunde, was auch einen großer Unterschied ausmachte.

Aber, dennoch war es soweit gut.

Und jetzt schreibe ich gerade diese Zeilen, während ich im Zug aus Fulda nach Hamburg Hbf. sitze und ich bin gerade so dermaßen froh, dass es wieder nach Hause geht.
Nach Hause in mein Lübeck, mein Bett und meine Küche.
Dienstag beginnt nun auch ein neuer beruflicher Abschnitt für mich, ich habe meine Station im Krankenhaus gewechselt. So viel aufregendes auf einmal!

Aber nun von Anfang.

Ab in die Schweiz?

Anfang Februar fragte mich fleck267 (folgt ihm ruhig, tolle Bilder), ob ich Lust hätte über Ostern mit in die Schweiz zu kommen, die meisten Spots standen, wie gesagt, bereits fest und ich war begeistert.
Immerhin sind es ja auch alles Orte, zu denen ich eh schon lange wollte.

Die Planung kam nur langsam in Gange.
Meine freien Tage mussten geklärt werden, so richtig planen ist schwierig, wenn es noch so weit weg erscheint, immerhin dachten wir ja auch, dass Ende März nicht noch frischer Schnee fällt.
So ist es manchmal.
Eigentlich ist Ende März die Schneeschmelze im vollen Gange und die Wasserfälle kommen aus allen Ecken.
So dachte ich. Haha, ich und das Denken.

„Wollen wir nicht noch schnell zum Eibsee?“

Spontan wurde es statt Karfreitag, dann doch Gründonnerstag.
Schnell den Zug nach Bamberg gebucht, weil dort der Sammelpunkt war, und ab nach Garmisch-Partenkirchen.
Dort nahm uns baer_lukas (Schaut unbedingt vorbei, dort kommen aktuelle Bilder oder Infos, wo ihr die finden werdet) mit.

Das erste Ziel sollte der Eibsee werden.
Ein Ort an dem ich noch nie war, obwohl ich schon eins öfters in Garmisch-Partenkirchen gestrandet bin.

Der Weg dorthin war himmlisch, der Himmel klarte auf dem Weg immer mehr auf und die Sterne kamen zum Vorschein. (Es war bereits 22 Uhr.) Der pure Wahnsinn!
Trotz Vollmond, der die Berge mysteriös anstrahlte, waren die Sterne ganz deutlich zusehen.
Es war recht mild und wir waren noch zu fit, um jetzt schon schlafen zugehen.

Also, schnell alles nötige ausgeladen und ab zum Eibsee, es war so traumhaft schön, dass man es so auch kaum auf den Bildern sehen kann. Es war ein Moment, der mich richtig verzauberte.
Überall glitzerte es und die Wolken zogen immer wieder vor die Gipfel und verhüllten sie, wie ein Schleier.

Wir fühlten uns so verzaubert, dass wir die Zeit ganz vergessen haben, plötzlich war es um halb 2 Uhr nachts und um 5:50 Uhr sollte der Wecker schon wieder gehen.

Der Plan war, nur den Sonnenaufgang am Eibsee fotografieren. 
Daraus geworden ist ein unvergesslicher Moment. 

Als wenn die Nacht nicht verwunschen genug gewesen wäre, erwartete uns ein Morgen, den ich so, sehr selten erlebt habe.
Ich fühlte mich in einer komplett anderen Welt.
Der Weg zum Spot war mühsam, es ging wortwörtlich über Stock und Stein.
Die knapp 3 Stunden Schlaf taten ihr übriges und dunkel war es ja auch noch, wer hätte das gedacht?

Ich zeige euch ein Bild und den Rest überlasse ich euch.
Genießt dieses Bild, wie ich den Anblick genossen habe.
Mir stockte der Atem und ich habe fast vergessen zu fotografieren.
Der Moment war so kostbar, dass ich das Gefühl habe, dass die Bilder dem nicht gerecht werden.
Gibt es sowas?

Schweiz

„Sonnenaufgang am Eibsee“ Canon EOS 6D + Canon EF 17-40mm f/4 L USM (ISO100, 17mm, f/22, 1/10s) + Rollei Stativ

Weiter nach Österreich.

Auf dem Programm stand: Plansee, Highline179 und Spullersee.
Nicht immer wird es das, was auf dem Plan steht.
Aber dies ist nicht schlimm, dadurch sieht man durchaus andere interessante Orte, welche man so nie entdeckt hätte.

Los ging es mit der Highline 179, eine Hängebrücke in ca. 80m Höhe, überspannt ein Tal samt Schnellstraße.
Unten durften wir feststellen, dass der Parkplatz 4€ kostet, ein wenig überzogen finde, wenn man bedenkt, dass man für die Hängebrücke zusätzlich 7€ blechen soll.

Da kriecht man diesen mega steilen Weg hoch und soll noch 7€ dafür bezahlen, dass man die Brücke hin- und herlaufen darf, sonst gibt es auf der anderen Seite nichts zu entdecken.
Ok, dies haben wir uns geklemmt.
Wir sind dann noch ein kleines Stückchen nach oben, ACHTUNG noch steiler, zu einer Burgruine.
Die Ehrenburg.
Da das Wetter extrem schön war, war es da oben recht angenehm, jedoch fand ich es von der Landschaft nicht so aufregend.
Bin ich da schon zu sehr abgestumpft?

Ich war auch langsam heiß darauf in die Schweiz zufahren, ich habe mir sehr viel von diesem Land erhofft, muss ich gestehen.

Wieder unten angekommen, habe ich innerlich immer noch geflucht, wie man so einen steilen Weg bauen kann. Bei jedem Tritt bin ich fast weggerutscht und ich sah mich schon runter schliddern, wie die ganzen kleinen Kinder es unfreiwillig taten.

Nun aber zum Plansee.
Da hatte ich diese Bilder vor Augen, wo sich alles so perfekt spiegelt.
Ja klar, als wenn immer alles so perfekt ist, wie bei Instagram, dies vergisst man ja nun meist immer.
Natürlich war der See nicht spiegelglatt, dies hat wohl auch eher was mit gutem Wetter und ganz viel Glück zutun.
Es ärgerte mich aber nicht so sehr, wie es sonst der Fall ist.
Immerhin hing mir noch der perfekte Morgen in den Knochen.

„Kirche am Plansee“
Canon EOS 6D + Canon 17-40mm f/4 L USM (ISO100,40mm, f/8, 20s) + Rollei ND 1000 + Rollei Stativ

Bilder habe ich dennoch gemacht und ich bin recht zufrieden, schön war es eben dennoch.

Ach und der Spullensee stand da ja noch auf dem Plan, also auf dem spontanen Fotospot-Plan.
Es ist ja nun mal nicht so, dass man nicht spontan wäre.

Tja, den haben wir nie gesehen.
Es war in der Gegend sooooooo dermaßen verschneit, dass man noch 11km dorthin hätte gehen müssen. 11 KILOMETER im Schnee.
Dort lag übrigens gut ein Meter Schnee und noch mehr. Der pure Wahnsinn und es war ein wirkliches Winterwunderland.
Ich war ein gaaaanz kleines bisschen enttäuscht, jedoch hat die Landschaft dennoch überzeugt. So viel Schnee gab es dieses Jahr nicht in Lübeck zusehen, obwohl wir im Norden gut dabei waren.
Und mal wieder sind. (Ihhhh, ich will Frühling!)

Also ab zur Unterkunft und erstmal schlafen. Der Tag war so lang, dass ich gar nicht richtig zur Ruhe finden konnte.
Aber am nächsten Tag war kein Sonnenaufgang geplant, das Wetter verschlechterte sich auch.
Es gab nur noch dicke Wolken, Regen und Schnee.

Geht es nun endlich in die Schweiz?

Nun aber.
Nun, ging es endlich in die Schweiz, an Tag 2(?).

Der Plan war überschaubar, für Tag 2, immerhin sollte es ja noch einen 3. Tag geben, wo man den Rest abgrasen kann.

Wir wollten dann erstmal zum Seealpsee, dann Caumasee und zum Schluss Richtung Süden zum Landwasserviadukt.
Eigentlich sollten noch ein paar Pässe drin sein, da hat uns der Winter einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber die gibt es dann sicher irgendwann in den wärmeren Jahreszeiten mal zusehen, denke ich.

Tja, was soll ich sagen?
Am Seealpsee bin ich nicht nur gleich mit meinem Fuß im Bach gelandet, sondern fühlte mich auch nicht fit genug dafür, so dass ich es dann vorzog im Auto zuwarten, bis die Männer wieder zurück kehrten.
Daher habe ich da leider kein Bild für euch.
Aber, ich habe mir ganz fest vorgenommen, dass ich unbedingt mal dorthin wandern werde, wenn ich wieder fitter bin und rundum gesund.

Aber am Caumasee war ich dann, oh Gott ist der schön.
Wo holen die Berge immer dieses türkisfarbene Wasser her?

„Ostsee, ich erwarte auch so eine Wasserfarbe von dir!“

Ich staunte und war erschöpft, es schneite oder regnete, ich kann es nicht beurteilen, denn ich fror eh, wie ein kleiner Schlosshund.
Manchmal helfen eben auch keine 1000 Schichten Kleidung, meine Erkenntnis des Tages.
Der Weg ist übrigens sehr gut ausgebaut und lässt sich sehr schön bewandern, der Wald lädt zum Träumen ein, gerade wenn der Nebel zwischen den Bäumen auftaucht, davon habe ich leider kein Bild, weiß auch nicht wieso. Habe es wohl lieber mit meinen Augen festgehalten.

Und dann stand noch das Landwasserviadukt auf dem Plan, ein recht bekanntes Ausflugsziel, gerade für Bahnbegeisterte. Es ist wirklich empfehlenswert, ich bin jedoch nicht dorthin gekrochen, es war alles sehr gatschig, es war Dämmerung, ich war müde und mir war kalt.
Daher gab es von einer Aussicht ein-zwei Bilder und mir reichte es dann.

Mein Motto: Jeder sollte genug Zeit für SEIN Bild haben.

Heute, also Ostersonntag, ging es dann zum Isentwald, nach Lauterbrunnen und eigentlich standen die Giessenbachfälle noch auf dem Plan, aber durch den Winter war der Wanderweg dorthin nicht begehbar, so dass dies nun ausfiel, jedoch empfand ich es aufgrund der ganzen Eindrücke nun gar nicht so dramatisch, wobei diese echt schön sein sollen.
Die wird es sicher noch etwas länger geben, in die Schweiz werde ich auf jeden Fall noch einmal, oder öfters, reisen.

Lauterbrunnen war irgendwie auch nicht wie erwartet, der Wasserfall war nicht so imposant wie in meinen Träumen, sicher weil der Schnee noch nicht soweit geschmolzen war?
Dafür gab es die ein oder andere Lawine zusehen, welche sich auf den Berggipfeln löste.
Keine Sorge, wir waren nicht betroffen!

Der Isentwald war auch sehr schön, jedoch ist es ja auch nur dieser eine Spot, das Örtchen selbst wirkt recht verschlafen, trotz des Tourismus.
Ich kann mir kaum ausmalen, wieviel dort im Sommer los ist, dabei frage ich mich gleichzeitig, wie so ein kleiner Ort diese Menschenmassen organisieren kann.

Pläne über den Haufen werfen.

Morgen sollte es ursprünglich noch einmal zum Sylvensteinspeicher gehen, jedoch war das Wetter für die Frühe nicht so überzeugend, dass es auch einen sichtbaren Sonnenaufgang geben wird und irgendwie wäre der morgige Tag dann auch durch die Heimfahrt draufgegangen.
Dies wäre doch reichlich schade.

Also ging es nun doch eher spontan schon nach Hause, dank BahnCard 50 braucht man sich aufgrund der Preise weniger Sorgen machen.
Eine Zugverbindung nach Hamburg war doch recht schnell gefunden.

Nur noch 1,5h bis Hamburg und dann noch eine Stunde nach Lübeck, mit dem Auto.
OK, sagen wir 1,5h , denn wer weiß wie die Straßen sind.

Eine Unterkunft finden…

… war übrigens spontan gar nicht so einfach, dabei musste man durchaus Kompromisse machen.
Eine frühe Buchung ist dort auf jeden Fall von Vorteil, gerade wenn man zu Stoßzeiten wie Ostern, Ferien oder der Hauptsaison plant dorthin zufahren.

AirBnB war dort auf jeden Fall eine große Hilfe.
Generell kann ich euch diese Plattform sehr empfehlen, wenn ihr diese noch nicht nutzt, dann hätte ich auch einen Link für euch, bei dem ich eine kleine Gutschrift erhaltet und ich auch.
Dafür werde ich natürlich nicht bezahlt.

Schaut mal am Ende diesem Artikels vorbei und benutzt, wenn ihr mögt, den Link zur Registration.
AirBnB kostet als Plattform nichts, ihr bezahlt nur die Zimmer.

Tut mir leid, dass ich heute so viel zu schreiben hatte, aber so muss es eben manchmal sein.
Danke für euer lesen und lasst mir bitte etwas Feedback da, dabei dürft ihr sie mir auch als E-Mail
zukommen lassen.

Liebste Grüße,
Fräulein Viky


1 Kommentar

hannahsworld16 · 6. April 2018 um 22:19

Ich möchte auch einmal in die Schweiz fahren !

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