Kaum ist Weihnachten vorbei, schon steht Silvester vor der Tür. Der ganze Stress fängt wieder von vorne an, was gibt es zum Essen, was trinken wir und wer schläft wo? Fast wie Weihnachten, oder?


Naja, fast. Wir feiern das alte Jahr und wollen auch so das neue begrüßen und wir haben Feuerwerk, oh ja Feuerwerk. Die schlechten Geister sollen vertrieben werden, mit diesem hübschen Geknalle. Wieso nicht auch mal das Feuerwerk fotografieren? Es muss ja nicht direkt um Mitternacht fotografiert werden, immerhin sieht man es zeitweise schon am Himmel sobald es dunkel wird.

Zudem gibt es das ganze Jahr über Anlässe bei dem man ein Feuerwerk vor die Linse bekommen kann.

Aber wie stelle ich das an?

Das brauchst du für das Feuerwerk-Foto:

  • Kamera mit manuellem Modus
  • Weitwinkelobjektiv
  • Stativ oder Fotokissen
  • Fernauslöser

So gehst du vor:

Bevor es wirklich los geht solltest du dir einen guten Standort suchen, was ist ein hübsches Feuerwerk, wenn es drum herum keine Szenerie gibt? Das Bild wirkt dann einfach etwas verloren, evtl. auch langweilig(?).

Also such dir einen schönen Standort.

Du wohnst im Dachgeschoss ? Wie wäre der Blick über deine Stadt ? Durch deine Straße ? Am Hafen? Vom Berg ins Tal ? Oder vom Randgebiet auf die Großstadt? Lasst eurer Kreativität freien Lauf.

Je nachdem was ihr für einen Bildausschnitt haben möchtet, solltet ihr auch euer Objektiv wählen. Ich persönlich empfehle da eher ein Weitwinkel, z.B. 24-70mm für Crop-Kameras, das Kit-Objektiv ist dafür auch bestens geeignet.

Und nun zu deiner Kamera, diese sollte nun in den manuellen Modus geschaltet werden, wenn dies noch nicht geschehen ist. Von Vorteil ist es, wenn ihr den Bulb-Modus besitzt, damit könnt ihr selbst bestimmen wie lange belichtet wird. So könnt ihr dann auch individuell ins Geschehen eingreifen, weil ihr die Aufnahme zu dem Zeitpunkt beenden könnt, wenn es euch passt, weil z.B. die nächste Rakete schon gestartet wird, ihr genau diese Lichtspuren wollt oder ihr die nächste Rakete doch noch mit drauf haben wollt.

Dabei muss immer drauf geachtet werden, dass ihr nicht zu kurz oder zu lange belichtet, um eine Über-oder Unterbelichtung vorzubeugen. Dies kann vorher ausgetestet werden, indem ihr die Szene ohne Feuerwerk mit verschiedenen Belichtungszeiten fotografiert.

Empfehlenswert ist eine Blende 9-16 und als Richtwert eine Belichtung von 5-15 Sekunden. Jedoch solltest du es deinem Vorhaben anpassen, möchtest du doch weniger Tiefenschärfe? Oder handelt es sich doch nur um eine Wunderkerze ? Dann müssen die Parameter entsprechend verändert werden, da empfiehlt sich dann doch eher eine Blende 2,8 und eine entsprechend kurze Belichtungszeit.

Und der Fokus?

Stellt den Fokus vorher per Automatik ein und schaltet dann auf manuellen Modus um, dabei solltet ihr danach nicht mehr am Objektiv oder der Kamera manipulieren, da sonst der Fokus nicht mehr wie gewünscht liegt.

Was brauchen wir noch?

Wenn ich von 5 bis 15 Sekunden Belichtung spreche, dann lässt sich so etwas nicht aus der freien Hand realisieren. Dafür brauchst du dann entsprechend ein Stativ oder eine Ablage z.B. ein Tisch oder Baumstamm, am besten mit einem Kamerakissen.

Dabei ist es wichtig, dass die Kamera so wenig Kontakt wie möglich erfährt, denn jedes berühren führt zu Wacklern und diese machen dein Bild unscharf. Abhilfe schafft da ein Fernauslöser oder wenn ihr eure Kamera mit dem Handy steuern könnt, dann kann auch das Handy euer Fernauslöser sein. Möchtet ihr euch nicht einfach auf blauen Dunst einen anschaffen? Dann versucht es mit dem Selbstauslöser, dieser kann nach 2 Sekunden auslösen, dann solltet ihr aber die Belichtungszeit fest einstellen und nicht den Bulb-Modus wählen.

Dann kann ja nun nichts mehr schief gehen und ihr könnt eure besonderen Silvestermomente, mit eurer Kamera, festhalten.

Cruise Days Hamburg

„Feuerwerk Cruise Days“ Canon EOS 6D + Canon EF 17-40mm (ISO800, 40mm, f/16, 7sec) + Stativ

Dieses Bild entstand Anfang September auf den Cruise Days in Hamburg. Ich habe dies mit Hilfe des Bulb-Modus aufgenommen, weil ich so den Augenblick besser steuern konnte, wann was mir sozusagen „genug“ vom Feuerwerk ist. Ich hatte an dem Abend den Spielraum zwischen 5 und 17 Sekunden.
Wie du anhand des „Funkenflugs“ sehen kannst, war es ein sehr windiger Abend, so dass ein stabiles Stativ sehr von Vorteil ist oder du einen Standort hast, wo es nicht zu sehr zieht.

So viel zu mir. Habe ich etwas vergessen oder fotografiert ihr solche Szenen anders ? Dann lasst es mich gerne wissen.

Ich wünsche euch sehr viel Spaß.

Liebste Grüße
Fräulein Viky

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