Wie versprochen habe ich den Schweinehund in mir bezwungen und zwar als ich die Milchstraße (Milkyway) fotografieren wollte.
Abends sah man die Sterne und keine Wolken, der Mond geht auch erst morgens auf. Zudem befand ich mich auf dem Dorf wo wenig Licht ist.
Perfekte Vorraussetzungen für die Milchstraßenfotografie.

Milkyway? Kann man das essen?

Nein, ich habe keinen Schokoriegel fotografiert.

Die Milchstraße ist eine Galaxie, welche unser Sonnensystem beinhaltet.

Jetzt halten wir uns mal vor Augen, wir können unsere eigene Galaxie, also die restlichen galaktischen Nachbarn mit unseren Augen sehen. Dafür brauchen wir keine Instrumente. Unvorstellbar, finde ich, aber so ist es.

Mein erste Milchstraße

Also nun zeige ich euch meinen ersten Versuch, natürlich als Panorama und alles andere als professionell.

„Panorama Milchstraße“ Canon EOS 6D + Canon EF 17-40mm f/4 L USM (ISO4000, 17mm, f/4, 30s) 4 Bilder

Son Dorf ist ja gut und schön, aber leider sind auch dort nicht alle Lichter aus. Wäre ich nicht zu Fuß gewesen, dann wäre ich mit dem Auto auf ein Feld gefahren. Nun ja, mit dem Schlagschatten auf der linken Seite finde ich es gar nicht so hässlich und auch sonst macht das Licht etwas her. Immerhin ist es mitten im Dorf.

Was braucht man?

Gar nicht so viel.

  • Kamera mit gutem Rauschverhalten und manueller Einstellung 
  • Objektiv, welches lichtstark und weitwinkelig ist. Eigentlich sagt man bis f/3,5 ABER mit meinen f/4 gab es auch noch keine Probleme
  • Fernauslöser oder Selbstauslöser
  • Stativ GANZ WICHTIG
  • Wolkenfreien Himmel + keinen Mond 

Am besten lässt sich die Milchstraße fotografieren, wenn ihr diese auch mit den bloßen Augen sehen könnt. Natürlich kann man zusätzlich diverse Apps zu Rate ziehen, wie z.B. Photopills. Damit kann man zudem sehr gut planen, dann muss nur noch das Wetter stimmen.

Die Einstellung der Kamera ist einfach.  Fokus auf unendlich, so offenblendig wie möglich und höchstens 30sek belichten, sonst gibt es Zieher.
Dazu gibt es die Faustformeln:

  • Vollformat: 500/Brennweite -> höchste Belichtungszeit in Sekunden
    z.B. 17mm   -> 29,4 s
  • APS-C: 300/Brennweite -> höchste Belichtungszeit in Sekunden
    z.B. 17mm  -> 16,67 s

Das Rauschverhalten der Kamera sollte gut sein, sonst sieht man zum Schluss nur noch ein Rauschen und keine Sterne. Mit meiner 6D von Canon habe ich eine Kamera die damit sehr gut umgehen kann. Das Rauschen bei ISO4000 war nicht sichtbar, die „weißen Punkte“ sind tatsächlich Sterne. Dies sieht man bei Photoshop, weil es bereits zu kleinen „Ziehern“ kam.

Es war zwar die erste Milchstraße, wird aber noch lange nicht die letzte Milchstraße sein.

Liebste Grüße
Fräulein Viky

 


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